

Shopping - Der Horror für viele Männer
Es ist Samstag. Am Liebsten würde ich heute einfach gar nichts tun. Das Wetter ist nicht so toll, da lädt eigentlich die schöne gemütliche Couch zum Nichtstun ein. So ist mal der Plan. Aber da macht mir meine Freundin einen Strich durch durch die Rechnung. Sie meinte: Heute können wir doch mal zum Shoppen gehen!" Ihr Schrank ist zwar schon eigentlich viel zu voll und Sie hat wirklich sehr, sehr viele Klamotten, Schuhe und Handtaschen. Das meiste auch ziemlich neu. Ich versuche noch irgendwie diesen Shoppingtag zu verhindern und Frage Sie, was Sie denn unbedingt brauche, Sie hätte doch schon Alles. Da kam dann eine typisch Antwort, Sie hätte aber noch keine blauen Schuhe und Sie hätte sich eh schon lang nichts mehr neues gekauft und außerdem müsse Sie mal wieder raus. Nun gut, dann gehts halt zum Shoppen. Also in die Stadt gefahren und erstmal einen Parkplatz gesucht. Klar, die Parkplatzsuche gestaltet sich natürlich an einem Samstagvormittag nicht so leicht. Kommt ja sonst niemand auf die Idee, heute zum Shoppen zu gehen. Die Nerven liegen schon blank und ich sehne mich nach meiner Couch. Irgendwann haben wir dann einen Parkplatz gefunden. Also los geht's. Ich frage Sie, was Sie denn kaufen möchte. Die Antwort war ganz nach meinen Geschmack, Sie wisse es noch nicht so genau, Sie will erstmal schauen. OK, das wird wohl etwas länger dauern als gedacht. Also erstmal in einen Schuhladen.. Oh mein Gott, hoffentlich dauerts nicht so lang. Sie probiert gefühlte hundert Schuhe, finden tut Sie dann doch nichts. Also muss ich dran glauben. Schatz, schaudochmal. Diese Schuhe würden Dir bestimmt gut stehen. Aber ich brauch doch gar keine Schuhe. Der Satz brachte Nichts. Schuhe anprobiert, passen nicht. Schon hatte Sie ein neues Paar in der Hand, natürlich für mich. Probier die mal! Nun gut, diese passen. Aber ich brauch doch gar keine. Macht nichts, damit wir schnell aus diesem Laden raus kommen, kauf ich mir eben die Schuhe. Die ersten 60 Euro schon mal ausgegeben. Ich hatte neue Schuhe, die ich zwar nicht brauche, aber meine Freundin war glücklich. So jetzt gings in ein Modegeschäft, Oberteile anschauen. 10 verschieden Teile hat meine Freundin anprobiert und 2 haben ihr sogar zugesagt. Nachdem Sie auf den Preis geschaut hatte, meinte sie, sie könne sich nur ein Teil kaufen. Ein Teil ist besser als keins, dachte ich mir. Aber ich sah ihr schon an, das Sie mit nur einem so gar nicht zufrieden ist. Sie legte eins zurück aber Ihre Laune wurde auf einmal wesentlich schlechter... Es wäre doch so schön und würde ihr doch so gut stehen, aber leider könne es sie sich nicht leisten und so weiter. Was macht ein lieber Freund? Klar, er kauft es ihr. Schatz nimm es doch, ich zahl es. Wirklich, aber das muss doch nicht sein. Mann müsse doch auch mal sparen. Aber wenn ich es ihr unbedingt kaufen wolle, dann solle ich es halt tun... also die nächsten 40 Euro weg. Sind wir schon bei 100 Euro, die Couch wäre billiger geworden. Ich dachte, so nun geht's heim. Aber wie konnte ich so was denken, eine Jeans musste noch her. Oh mein Gott, hoffentlich findet sie schnell eine. Natürlich nicht. 10 Stück hat Sie ausprobiert. Keine war für sie ok. Die Stimmung war am Tiefpunkt. Sie wollte nur noch raus aus dem Geschäft. Aber leider führte der Weg nach draußen, vorbei bei der Männerabteilung für Jeans. Ganz schnell, quasi am vorbei Laufen, viel Ihr eine Jeans für mich ins Auge. Die musst du anprobieren! Aber nein mein Schatz, ich habe mehr als genug Hosen. Ach komm schon, probier Sie an. Also gut, erstmal 15 Minuten auf eine freie Umkleidekabine gewartet. Hose anprobiert und Sie passte. Toll, ich brauch doch gar keine. Das versuchte ich Ihr mitzuteilen, ohne Erfolg. Ok, ich kauf mir die Hose. Blick aufs Preisschild, 100 Euro. Sind wir schon bei 200 Euro. Ich wollte grad die Umkleide verlassen, da hat Sie schon 3 Oberteile für mich in der Hand. Ach komm schon, probier Sie wenigsten mal an. Also die Sachen anprobiert. Lange Rede, kurzer Sinn. 2 davon gekauft. Insgesamt 70 Euro. Also sind wir bei 270 Euro. Ich hatte neue Klamotten, Sie war zufrieden. Nennt man wohl passives Kauferlebnis. Resultat des Tages. Ich hatte ein neues Paar Schuhe, eine neue Hose und 2 Oberteile. Sie hatte immerhin 2 neue Oberteile. Am Nachmittag waren wir dann wieder daheim Juhuu, endlich auf der Couch..